Ich mit Pferd

Hallo, ich bin Jasmin – ursprünglich aus der Softwareentwicklung und heute auch zertifizierte Futterberaterin für Pferde. Der Weg dorthin entstand aus meinem eigenen Alltag mit meinen mittlerweile 2 Ponys. Gefühlt war immer irgendwas: kleine und größere Baustellen, Unsicherheiten in der Fütterung und viele offene Fragen auf die es selten einfache Antworten gab.

Auf der Suche nach Lösungen habe ich mich immer intensiver mit der naturnahen Fütterung beschäftigt – und gemerkt, wie viel Einfluss eine passende, durchdachte Fütterung auf das Wohlbefinden unserer Pferde hat.

Als Einstellerin habe ich selbst mehrere Stallwechsel hinter mir und weiß, wie schwierig es sein kann, einen Stall zu finden, in dem Haltung, Fütterung und Management wirklich zusammenpassen. Genau diese Erfahrungen prägen heute meine Arbeit.

Im Jahr 2022 habe ich gemeinsam mit meinem Freund einen Hof gekauft. Auf dem wir nun in viel Eigenleistung renovieren und versuchen ein Pony Paradies zu schaffen.

Ich unterstütze Pferdehaltern dabei ihre Pferde durch naturnahe und individuell abgestimmte Fütterung gesund und glücklich zu erhalten.
Ich möchte dazu beitragen, dass möglichst viele Pferde artgerecht, gesundheitsorientiert und nachhaltig gefüttert werden.

Pferd das am Hang Gras frisst

Wie mein Weg zur naturnahen Fütterung begann

Meine erste bewusste Berührung mit Kräutern hatte ich durch Momo, mein Pony. Sie hustete immer wieder und eine Stallnachbarin empfahl mir eine Kräutermischung. Diese half ihr sehr gut. Als ich diese nachkaufen wollte, gab es sie plötzlich nicht mehr. Also begann ich zu recherchieren, um die einzelnen Kräuter auch separat zu beziehen und selbst zusammenzustellen. Das war der Anfang.

Bis dahin hatte ich Momo ausschließlich mit Heu gefüttert, weil sie deutlich zu dick war und ich dachte, dass sie dann besser abnehmen kann. Irgendwann fiel mir jedoch auf, dass ihre Hufe immer brüchiger wurden. Die Eisen vorne ließen sich kaum noch vernünftig annageln. Auf Empfehlung meines damaligen Hufschmieds begann ich, ein Mineralfutter zu füttern. Die Inhaltsstoffe kamen mir zwar merkwürdig vor – und Momo wollte es eigentlich auch nicht fressen – aber ich mischte es schließlich in Heucobs. Irgendwie musste ich das teure Futter doch in sie bekommen. Hätte ich an dieser Stelle mal besser auf mein Pony gehört, aber rückblickend ist man meistens schlauer.

Pferd das sich im Sand mit Laub wälzt

Die Hufe wurden zwar auf wundersame Weise stabiler, doch Momo war aufgebläht und auch immer noch zu dick. Für mich war klar: Da passt etwas nicht. Also begann ich, mich immer intensiver mit ihrer Fütterung auseinanderzusetzen. Ich bildete mich weiter, absolvierte verschiedene Aus- und Weiterbildungen und wurde schließlich zertifizierte Futterberaterin.

Auf diesem Weg begleiteten uns viele Baustellen: hartnäckiger Husten, Strahlfäule, Hufgeschwüre, Pilzprobleme, Kotfressen, ein Sarkoid – und als wäre das nicht genug, brachte mein zweites Pony Orchidee ebenfalls einige Herausforderungen mit, die beim Kauf zunächst nicht sichtbar waren: Juckreiz mit offenen Stellen, Probleme beim Fellwechsel, Augenentzündungen, auffällig riechender Urin, Durchfall, Haarlinge und ein starkes Verlangen nach Salz. Zum Glück nie alles auf einmal.

Durch genaues Hinschauen, Lernen, Hinterfragen und Anpassen habe ich Schritt für Schritt wieder mehr Balance in die Fütterung und den Alltag meiner Ponys gebracht. Diese Erfahrungen – mit all ihren Umwegen, Fehlern und Aha-Momenten – haben meinen Blick geschärft. Meine Ponys haben trotzdem noch Baustellen, die ich nun aber optimal unterstützen kann.

Heute ist es mir ein Herzensanliegen, andere Pferdehalter mit meinem Wissen zu unterstützen, damit sie ihre Pferde besser verstehen und fundierte, individuelle Entscheidungen rund um die Fütterung treffen können.